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	<title>Film Dienst - Festival Blog</title>
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		<title>Cannes 2012: Un homme est un homme</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 12:26:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Josef Lederle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cannes]]></category>
		<category><![CDATA[Festivals]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen ist es also wieder so weit: Das 65. Festival du Cannes (16.-29.5.) eröffnet mit Wes Andersons skurriler Ballade &#8220;Moonrise Kingdom&#8221;. Die Süddeutsche Zeitung machte deshalb heute schon mal mit Marylin Monroe auf der Seite eins auf, deren überproportionales &#8220;Happy Birthday&#8221;-Porträt gerade über den grauen Beton des Festivalpalais gezogen wird.
Doch noch ist in Cannes niemand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1406" class="wp-caption alignright" style="width: 460px"><a href="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/AFF-15x20-HD.jpg"><img class="size-large wp-image-1406" title="AFF-15x20.indd" src="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/AFF-15x20-HD-768x1024.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a><p class="wp-caption-text">Cannes Plakat 2012</p></div>
<p style="text-align: left;">Morgen ist es also wieder so weit: Das 65. Festival du Cannes (16.-29.5.) eröffnet mit Wes Andersons skurriler Ballade <span style="color: #3366ff;">&#8220;Moonrise Kingdom&#8221;</span>. Die Süddeutsche Zeitung machte deshalb heute schon mal mit Marylin Monroe auf der Seite eins auf, deren überproportionales &#8220;Happy Birthday&#8221;-Porträt gerade über den grauen Beton des Festivalpalais gezogen wird.</p>
<p style="text-align: left;">Doch noch ist in Cannes niemand zum Feiern zumute. Denn über das Wochenende ist in Frankreich eine heiße Debatte über den &#8220;Sexismus&#8221; des Festivals entbrannt. Den Stein ins Rollen brachte ein scharfzüngiger Artikel in Le Monde, unterschreiben von Virgine Despentes (&#8220;Bais moi&#8221;), Coline Serreau und Fanny Cottoncon, die sich bitter beklagen, dass alle 22 Filme im Wettbewerb von Männern stammen.</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p><span style="color: #3366ff;">&#8220;The directors of the 22 films in competition this year are all, by happy  coincidence, men. For the 63rd time in its existence, the festival will crown  one of its own, defending without fail the virile values which are the nobility  of the seventh art &#8230; </span></p>
<p><span style="color: #3366ff;">Once in 1993, the Golden Palm was awarded to a female director, Jane  Campion. And in 2011, probably due to a lack of vigilance, four women featured  among the 20 nominees in competition &#8230; </span></p>
<p><span style="color: #3366ff;">This year, gentlemen you’ve come to your senses and we are overjoyed. The  Cannes Film Festival will allow Wes, Jacques, Leos, David, Lee, Andrew, Matteo,  Michael, John, Hong, Im, Abbas, Ken, Sergei, Cristian, Yousry, Jeff, Alain,  Carlos, Walter, Ulrich and Thomas to show one more time that “men like depth in  women, but only in their cleavage.&#8221; (Quelle: Screen daily)</span></p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Das ist nicht nur verbal harter Tobak, auch wenn Thierry Fremaux schnell nachschob, dass doch in allen wichtigen Sektionen des Festivals sehr wohl Filme von Frauen vertreten wären: nämlich sieben (!) an der Zahl. Doch sein gewundenes Lamento, dass er als &#8220;Citizen&#8221; das Anliegen des Feminismus absolut unterstütze, als Festivalschef aber ausschließlich der Qualität verpflichtet sei, die durch jede Form einer Quotierung unterminiert werde, klingt wenig glaubwürdig: alle sieben Filmemacherinnen, deren Werke in diesem Jahr in den Nebenreihen zu sehen sind, kommen aus Frankreich. Honi soit qui mal y pense!</p>
<p style="text-align: left;">Das Thema &#8220;Sexismus&#8221; dürfte das Festival in Atem halten. Denn die Aktion wurde von &#8220;La Barbe&#8221; initiiert, einer streitbaren feministischen Grupppe, die zeitgleich eine Online-Petition (&#8220;Cannes 2012: Un homme est un homme&#8221;) lancierten, in der um öffentliche Unterstützung gebeten wurde.</p>
<p style="text-align: left;">Da  die großen Frauenzeitschriften wie &#8220;Gala&#8221;, &#8220;Elle&#8221; und &#8220;Au Feminin&#8221; sofort mitaufsprangen und die Petition auf ihren Webseiten verlinkten, zählt die Liste inzwischen weit über tausend prominente Unterstützer(innen).</p>
<p style="text-align: left;">Die Petition findet sich <a href="http://labarbeacannes.blogspot.fr/"><span style="text-decoration: underline;">hier</span></a></p>
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		<title>Alles so schön… „Orange“ hier! Großes Kino auf der ITFS 2012</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 10:51:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Gerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[EIN MONSTER AUF DER FLUCHT
Die Erwartungen waren zugegeben nicht sonderlich hoch… Wenn schon damit geworben wird, dass „Ein Monster in Paris“ vom Regisseur des nicht gerade überragenden „Grosse Haie – Kleine Fische“ sowie vom Produzenten Luc Besson gemacht ist, dürfte es sich einmal mehr um ein Film ohne Esprit und dafür mit vielen aufgesetzten coolen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>EIN MONSTER AUF DER FLUCHT</p>
<div id="attachment_1393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/Un-Monstre-A-Paris-Screenshot-10-a-monster-in-paris-24648915-1920-1080.jpg"><img class="size-medium wp-image-1393" title="Un-Monstre-A-Paris-Screenshot-10-a-monster-in-paris-24648915-1920-1080" src="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/Un-Monstre-A-Paris-Screenshot-10-a-monster-in-paris-24648915-1920-1080-300x168.jpg" alt="A Monster in Paris" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Raoul &amp; Lucille in love</p></div>
<p>Die Erwartungen waren zugegeben nicht sonderlich hoch… Wenn schon damit geworben wird, dass „Ein Monster in Paris“ vom Regisseur des nicht gerade überragenden „Grosse Haie – Kleine Fische“ sowie vom Produzenten Luc Besson gemacht ist, dürfte es sich einmal mehr um ein Film ohne Esprit und dafür mit vielen aufgesetzten coolen Sprüchen handeln.</p>
<p>Doch weit gefehlt: die originelle und gänzlich familientaugliche Animationsmischung aus „Das Phantom der Oper“, „Frankenstein“, „Die Fliege“ und „Dr. Jekyll &amp; Mister Hyde“ bietet liebevolles Character-Design, schöne Computereffekte (die in 2D und 3D gleichermaßen wirken), amüsante Dialoge, gekonnte Pointen und eine durchaus originelle Geschichte: Im pulsierenden Paris zu Zeiten des Belle Époque lässt der schusselige Erfinder Raoul durch eine Unachtsamkeit einen winzigen Floh zu einem mannshohen Ungetüm mutieren, das die Stadt als ominöses Monster in Angst und Schrecken versetzt. Dabei entpuppt sich der Riesenfloh – wie Raouls Freundin Lucille bei einer ihrer Auftritte als Sängerin erkennt – als ein eher harmloser Zeitgenosse, der zudem ausnehmend gut singen kann. Doch wie überzeugt man die hysterischen Pariser davon?? Schade, das der europäische und der französische Trickfilm im Speziellen keine Lobby zu haben schein. Regisseur Bibo Bergeron hat nicht in Hollywood sondern in seinem Heimatland gedreht und so wird die Aufführung von „Ein Monster in Paris“ auf großer Leinwand wie hier auf dem Internationalen Trickfilmfest in Stuttgart die Ausnahme bleiben. Hierzulande ist er bereits auf DVD- und Blu-ray-Premiere in den Handel gelangt. Wirklich tragisch!</p>
<p>EIN LORAX FÜR’S KINDERZIMMER</p>
<div id="attachment_1391" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/dr-seuss-the-lorax-orange-anime-movie.jpg"><img class="size-medium wp-image-1391" title="dr-seuss-the-lorax-orange-anime-movie" src="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/dr-seuss-the-lorax-orange-anime-movie-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">The Lorax - Plakat Artwork</p></div>
<p>Einen großen Auftritt in den deutschen Kinos wird indes sicherlich das nächste Werk des „Ich – Einfach Unverbesserlich“-Regisseurs Chris Renaud erfahren, das in Stuttgart seine große Deutschlandpremiere erfährt. Zwar ist Dr. Seuss’ Buchvorlage zum Film „Der Lorax“ hierzulande nicht gerade ein Klassiker, der in jedem Kinderzimmer liegt, aber Filme wie „Der Grinch“ oder „Horton hört ein Hu!“ dürften die nötige Neugier auf das schüren, was denn um alles in der Welt ein Lorax ist. Es ist eine auf Teddybärgröße mutierte Fell-Jellybean mit putzigem Schnurrbart und hyperaktiven Gestus. Es ist ein Wesen, das für die Bäume spricht und längst aus jener Welt verschwunden ist, in dem der 12-jährige Ted sein Leben fristet. Dort in Thneed-Ville, ist die Natur aufblasbar und aseptisch und lebende Bäume wie die sagenumwobenen Truffula-Trees unbekannt und unerwünscht. Einem Tipp seiner Großmutter befolgend, verlässt Ted jedoch klammheimlich die Stadt und macht sich auf die Suche nach dem Hüter der Bäume und jenem, der für sein Verschwinden verantwortlich zeichnet.</p>
<p>Dr. Seuss’ Geschichten sind in Reimform gegossene radikale Pamphlete für eine bessere Welt. Kein Wunder, dass konservative Kräfte in den USA dem Film vorwerfen, er indoktriniere kleine Kinder (und zwar zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur!). Im aufgeklärten Westen könnte „Der Lorax“ im Gegenteil eher als ein wenig zu weichgespült empfunden werden. Denn Dr. Seuss’ grimmige Fabel vom Ende der Welt ist dank der implementierten Liebesgeschichte und der Blümchensongs und der allgegenwärtigen geistigen Zuckerwatte ein wenig zu bunt… zu orange geworden. Doch einige Sequenzen sind immer noch zum Schießen und etliche Details einfach zauberhaft, sodass man sich den Lorax als Plüschtier in alle Kinderzimmer wünscht, der dann allen Bewohnern ins Ohr flüstern möge, wie wichtig denn Naturschutz ist! Jörg Gerle</p>
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		<title>Der getrixte Shah Rukh Khan &#8211; ITFS 2012</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 07:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Gerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Als hätte es irgendjemand da oben so gewollt: Das Trickfilmfestival in Stuttgart wird 30 Jahre alt und bekommt Jubiläumswetter. Es macht ja auch viel mehr Spaß, bei 25 Grad und Sonnenschein zwischen den Festivalkinos, der parallel laufenden Conference on Animation, Effects, Games and Transmedia (FMX) im Haus der Wirtschaft sowie dem Festival Garten auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Als hätte es irgendjemand da oben so gewollt: Das Trickfilmfestival in Stuttgart wird 30 Jahre alt und bekommt Jubiläumswetter. Es macht ja auch viel mehr Spaß, bei 25 Grad und Sonnenschein zwischen den Festivalkinos, der parallel laufenden Conference on Animation, Effects, Games and Transmedia (FMX) im Haus der Wirtschaft sowie dem Festival Garten auf dem Schlossplatz umherzuschlendern und so etwas wie Festivalflair eines südfranzösischen A-Filmfestivals in der schwäbischen Metropole zu spüren… Da trifft es sich gut, dass auf der Schlossplatzwiese innerhalb der Open-Air-Nächte ausgerechnet am heißesten Abend der Inder Shah Rukh Khan auf der Bühne steht. Natürlich nicht live (soviel A-Filmfest ist Stuttgart dann wiederum auch nicht!), sondern via Grußbotschaft an die gut 1500 Fans, die sich sein neues Fantasy-Familien-Bollywood-Schnulzen-Action-Epos „Ra.One“ in einer Freiluft-Deutschland-Premiere anschauen wollten.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_1375" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/ra-one-superheld-mit-herz_ed133c9c737383516f24f13baaebe402.jpg"><img class="size-medium wp-image-1375" title="Ra.One - Superheld mit Herz" src="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/ra-one-superheld-mit-herz_ed133c9c737383516f24f13baaebe402-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Shah Rukh Khan wie er leibt und lebt</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left;">Ein wenig grenzwertig für ein Trickfilmfestival, aber unbestreitbar ein Event. Grenzwertig, weil, wie weiland bei „Avatar“, die Rahmenhandlung als Realfilm daherkommt. Doch das Abenteuer mit laut Werbetext „dem größten Budget der indischen Filmgeschichte“ macht specialeffectstechnisch dem großen Bruder Hollywood tüchtig Konkurrenz. Shah Rukh Khan spielt hier einen eher biederen Familienvater, der sein Geld zwar mit dem Entwickeln von Computerspielen verdient, aber dennoch bei seinem kleinen Sohnemann nicht gerade als der coolste aller Väter gilt. Das ändert sich schlagartig, als er in seinem neuen Games-Projekt Ra.One einen richtig furchteinflößenden Bösewicht designed, der nur von einem Superhelden (mit Khans Aussehen) in die Schranken verwiesen werden kann. Dumm nur, dass der Schurke sich vom Computer in Richtung Realität verselbstständigt.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: left;">
<dl id="attachment_1374" class="wp-caption alignright" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/ra-one-superheld-mit-herz_824d71949d8ee325856dcb6f7715ee60.jpg"><img class="size-medium wp-image-1374" title="Ra.One - Superheld mit Herz" src="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/05/ra-one-superheld-mit-herz_824d71949d8ee325856dcb6f7715ee60-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Shah Rukh Khan als Wunsch-Daddy</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: left;">Da muss Shah Rukh Khan nun &#8220;in Echt&#8221; ran, vom Schluffi zum Helden mutieren und Familie und Welt retten. Natürlich mit viel Tanz und Gesang, hautengen Klamotten, Glitzer auf der gestählten Brust und noch mehr Computereffekten. Die sind in der Tat ziemlich aufwendig und zudem gelungen (und kommen auf der großen LED-Leinwand auf dem Stuttgarter Schlossplatz plastisch und im wahrsten Sinn des Wortes „scharf“ rüber); der Rest ist… nun ja: Shah Rukh Khan! Die geneigte weibliche Klientel wird ihn auch weiterhin standhaft lieben… Jörg Gerle</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">P.S.: Ra.One erscheint ab 1. Juni bei REM auf DVD und Blu-ray</p>
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		<title>&#8220;Dark Shadows&#8221; Trailer und Kritik</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/05/10/dark-shadows-trailer-und-kritik/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felicitas Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Lavalampe, in der träge rote Blubber auf- und absteigen; eine Troll-Puppe aus Plastik auf dem Sideboard; die Makramee-Sammlung der Hausherrin im Geheimzimmer: Als der Vampir Barnabas Collins nach rund 200 Jahren aus dem Sarg entkommt, in den man ihn Ende des 18. Jahrhunderts eingesperrt hatte, hat eine Reihe seltsamer Objekte und Sitten Einzug in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Lavalampe, in der träge rote Blubber auf- und absteigen; eine Troll-Puppe aus Plastik auf dem Sideboard; die Makramee-Sammlung der Hausherrin im Geheimzimmer: Als der Vampir Barnabas Collins nach rund 200 Jahren aus dem Sarg entkommt, in den man ihn Ende des 18. Jahrhunderts eingesperrt hatte, hat eine Reihe seltsamer Objekte und Sitten Einzug in sein altehrwürdiges Familienanwesen gehalten. Der Untote sieht sich allerdings nicht nur mit den Geschmacks-Gräueln der 1970er-Jahre konfrontiert, sondern auch mit der traurigen Tatsache, dass es mit seiner Sippschaft, den Collins, in den Jahrhunderten seiner unfrei‧willigen Sargruhe stetig bergab gegangen ist: Aus dem reichen Clan, der dem Fischer-‧Städt‧chen Collinsport den Namen gab, ist ein Häufchen trauriger Gestalten geworden, das in dem verwahrlosten neogotischen Herrenhaus auf dem Hügel ein Schattendasein führt. Zwar hält die Matriarchin Elizabeth große Stücke auf die Familientradition, gegen die Tatsache, dass die ehrgeizige Unternehmerin Angel längst die Nummer 1 in Collinsport ist und die Collins wirtschaftlich völlig ausge‧bootet hat, kann sie aber auch nichts tun. Bis sich Barnabas, gerade auferstanden und mit frischem Bauarbeiter-Blut gestärkt, seiner Nachfahrin zu erkennen gibt und seine Hilfe dabei anbietet, den Collins wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Dabei gibt es ein Hindernis: Angel, hinter der sich niemand anders verbirgt als Hexe Angelique, die einst Barnabas aus verschmähter Liebe zum Vampir-Da‧sein verfluchte und dafür sorgte, dass er untot begraben wurde. Auch 200 Jahre später noch ist sie wild entschlossen, Barnabas entweder für sich zu gewinnen oder ihn und alles, was er liebt, zu vernichten.</p>
<p><iframe width="450" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/i8AL2qqcnyw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Funken fliegen dank Eva Green und Johnny Depp dabei kräftig. Der offensichtliche Spaß, mit dem die beiden Stars die Figuren der Kultserie aus den 1960er-Jahren zum Leinwand-Leben zu erwecken, trägt viel dazu bei, dass Burtons knallig-skurrile Hommage an die Serie bestens unterhält. Zwar ist „Dark Shadows“ wie auch schon „Alice im Wunderland“ (fd 39 777) und „Sweeney Todd“ (fd 38 582) keiner von Burtons substanzielleren, hintergründigeren Filmen und investiert eher wenig Ehrgeiz in eine originelle Story; aus den über 1.000 Folgen der alten „Gothic Soap“ mit ihren vielen Figuren und Verwicklungen destillierten die Drehbuchautoren einen eher schlichten Plot, in dessen Zentrum Barnabas’ Versuche stehen, die Familie zu retten und die junge Gouvernante des kleinsten Collins-Sprösslings für sich zu gewinnen. In dieser erkennt der Vampir seine einst von Angelique ermordete große Liebe wieder. Burtons Inszenierung begeistert sich mehr für die von Eva Green mit Gusto verkörperte, feurig-glamouröse Hexe als für die großäugig-fragile Naive, sodass deren „Love Story“ mit dem hüftsteif-hochnä‧sigen Vampir relativ anämisch bleibt, während die glühende Hassliebe von Hexe und Vampir das eigentliche Herzstück des Films abgibt. Damit karikiert „Dark Shadows“, ob freiwillig oder unfreiwillig, auch die verklemmte Romantik des derzeitigen Vampir-Hypes à la „Twilight“ – kulminierend in einem köstlichen übernatürlichen Liebesakt, bei dem der widerwillige Barnabas der fleischlichen Versuchung seiner Nemesis nachgibt und die beiden im Rausch der Leidenschaft Angels gesamte Inneneinrichtung inklusive der Glasbausteine in den Wänden demolieren. </p>
<p>Solche gelungenen Szenen, die Fülle an schrägen Details in den prachtvollen und anspielungsreichen Sets, Masken und Kostümen sowie der von Danny Elfman und Song-Klas‧si‧kern wie „Nights in White Satin“, „Superfly“ und „Crocodile Rock“ bestückte Soundtrack sind es denn auch, die den Film liebenswert machen. Zusammengehalten wird die zwischen Schauerromantik und Disco-Ära wildernde Revue von Johnny Depps Figur, einer herrlichen Fusion von Jonathan Frids Serienheld, Michael Jackson und der melancholisch-freakigen Attitüde der deutschen „Nosferatus“ Schreck und Kinski. Trotz eines ganzen Reigens hochkarätig besetzter Nebenfigu‧ren und Cameo-Auftritten von Alice Cooper und Christopher Lee ist „Dark Shadows“ weniger ein Ensemble-Film, eine Burton-Version der „Royal Tenenbaums“ (fd 35 300), als eine weitere Spielwiese des Gespanns Burton-Depp für die von beiden immer wieder in unterschiedlichsten Gewändern heraufbeschworenen Gestalt des lächerlichen, aber auch tragischen Sonderlings, die hier in Eva Greens Hexe ein „spiegelverkehrtes“ weibliches Gegenstück findet. Die Verbindung von Horror und Komödie fällt im Vergleich zu „Sleepy Hollow“ (fd 34 116) und „Sweeney Todd“ deutlich humorvoller und harmloser aus – der Travestie-Charakter, der schon in der Serie deutlich anklang, wird hier noch einmal ein gutes Stück forciert. Dabei übertrifft sich Burtons sicher nicht selbst, schafft es aber locker, dem zeitgenössischen Vampir-Kitsch breit lächelnd die Zähne zu zeigen. 	Felicitas Kleiner</p>
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		<title>Trailer zum Kinotipp der Woche</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/05/03/trailer-zum-kinotipp-der-woche-5/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 13:44:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felicitas Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine unverdient verliehene Ehrenmedaille, die ihn als Kriegshelden des Zweiten Weltkriegs ausweist, scheint für einen alten Mann zur Chance zu werden, endlich so etwas wie Anerkennung zu finden und seine erkalteten Familienbeziehungen aufzutauen: Lakonisch erzählt Peter Calin Netzer in der deutsch-rumänischen Co-Produktion  &#8220;Ehrenmedaille&#8221; von einem Mann, der nie richtig in der postsozialistischen rumänischen Gesellschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine unverdient verliehene Ehrenmedaille, die ihn als Kriegshelden des Zweiten Weltkriegs ausweist, scheint für einen alten Mann zur Chance zu werden, endlich so etwas wie Anerkennung zu finden und seine erkalteten Familienbeziehungen aufzutauen: Lakonisch erzählt Peter Calin Netzer in der deutsch-rumänischen Co-Produktion <strong> &#8220;Ehrenmedaille&#8221;</strong> von einem Mann, der nie richtig in der postsozialistischen rumänischen Gesellschaft angekommen ist. Einen ersten Eindruck gibt es hier im Trailer:</p>
<p><iframe width="450" height="335" src="http://www.youtube.com/embed/M2K-pTnEJEM?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und <strong><a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=12016">hier</a></strong> unsere Kritik des Films</p>
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		<title>Kinotipp &#8220;Totem&#8221;</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/04/26/trailer-zum-kinotipp-der-woche-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 08:49:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felicitas Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trailer Kinotipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Kino für Mutige! Unser Kinotipp der Woche ist &#8220;Totem&#8221; von Jessica Krummacher, der 2011 bei den Filmfestspielen Venedig in der &#8220;Settimana Internazionale della Critica&#8221; Premiere feierte. Der Film sperrt einen zusammen mit einer jungen Haushaltshilfe im Vorstadt-Häuschen einer Ruhrpott-Familie ein. Und was für ein Horror der Banalität sich da entfaltet, zeigt bereits der Trailer:

Und hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kino für Mutige! Unser Kinotipp der Woche ist <strong>&#8220;Totem&#8221;</strong> von Jessica Krummacher, der 2011 bei den Filmfestspielen Venedig in der &#8220;Settimana Internazionale della Critica&#8221; Premiere feierte. Der Film sperrt einen zusammen mit einer jungen Haushaltshilfe im Vorstadt-Häuschen einer Ruhrpott-Familie ein. Und was für ein Horror der Banalität sich da entfaltet, zeigt bereits der Trailer:</p>
<p><iframe width="450" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/Kp4B0XKzNVw?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und <strong><a href="http://film-dienst.kim-info.de/artikel.php?nr=41030&amp;dest=frei&amp;pos=tipp">hier</a></strong> geht&#8217;s zu unserer Kritik</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trailer zum Kinotipp der Woche</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/04/20/trailer-zum-kinotipp-der-woche-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felicitas Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trailer Kinotipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser aktueller Kinotipp der Woche ist Simon Curtis&#8217; &#8220;My Week With Marilyn&#8221;, eine Ankedote rund um die Dreharbeiten zu Laurence Oliviers &#8220;Der Prinz und die Tänzerin&#8221;. Nicht zuletzt sehenswert wegen seines bestens aufspielenden Darsteller-Ensembles, allen voran die großartige Michelle Williams, die sich zu einer der interessantesten jungen US-Schauspielerinnen entwickelt hat. Sie schafft &#8220;das Kunststück, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser aktueller Kinotipp der Woche ist Simon Curtis&#8217; &#8220;My Week With Marilyn&#8221;, eine Ankedote rund um die Dreharbeiten zu Laurence Oliviers &#8220;Der Prinz und die Tänzerin&#8221;. Nicht zuletzt sehenswert wegen seines bestens aufspielenden Darsteller-Ensembles, allen voran die großartige Michelle Williams, die sich zu einer der interessantesten jungen US-Schauspielerinnen entwickelt hat. Sie schafft &#8220;das Kunststück, die artifizielle Fassade von Marilyn Monroe – die zur Schau gestellte Naivität, ihr habituelles Flirten – nahtlos mit ihren Schattenseiten zu verschmelzen. Weil sie Monroe auf diese Weise mehr Tiefe verleiht, als diese je in ihren Filmen zeigen durfte, wirkt sie letztlich reizvoller als das Original.&#8221; So unsere <strong><a href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?pos=Lang&amp;nr=11976">fd-kritik</a></strong></p>
<p>Und hier gibt es den Trailer:</p>
<p><iframe width="450" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/ouuVeZ26Vm4?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trailer zum Kinotipp der Woche</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/04/12/trailer-zum-kinotipp-der-woche-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 13:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felicitas Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trailer Kinotipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Kinotipp der Woche ist Philippe Falardeaus vielschichtiger Schulfilm &#8220;Monsieur Lazhar&#8221;, in der Titelrolle besetzt mit dem aus Algerien stammenden Komiker Fellag. Der heitere Tonfall, den der Trailer auch wegen der Musik vermittelt, passt durchaus zu dem Film: Auch wenn es darin um durchaus drastische Themen wie Selbstmord, Traumata, Verlust- und Schulderfahrungen geht, erzählt Falardeau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Kinotipp der Woche ist Philippe Falardeaus vielschichtiger Schulfilm &#8220;Monsieur Lazhar&#8221;, in der Titelrolle besetzt mit dem aus Algerien stammenden Komiker Fellag. Der heitere Tonfall, den der Trailer auch wegen der Musik vermittelt, passt durchaus zu dem Film: Auch wenn es darin um durchaus drastische Themen wie Selbstmord, Traumata, Verlust- und Schulderfahrungen geht, erzählt Falardeau davon wunderbar gelassen und unprätenziös.</p>
<p><iframe width="450" height="259" src="http://www.youtube.com/embed/Ym0af3ruXO8" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Und <strong><a title="Kritik &quot;Monsieur Lazhar&quot; auf filmdienst.de" href="http://film-dienst.kim-info.de/kritiken.php?nr=11995" target="_blank">hier</a></strong> geht&#8217;s zu unserer Filmkritik.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trailer zum Kinotipp der Woche</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/04/05/trailer-zum-kinotipp-der-woche/</link>
		<comments>http://blog.film-dienst.de/2012/04/05/trailer-zum-kinotipp-der-woche/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 08:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felicitas Kleiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trailer Kinotipp]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute startet im Berliner fsk-Kino Dirk Lütters &#8220;Die Ausbildung&#8221;, ein Spielfilm um den subtilen Horror der schönen, neuen Arbeitswelt. Der Trailer lässt die klar-konzentrierte Bildsprache dieses Films erahnen. Unser Autor Ralf Schenk über den Film: &#8220;Die Ausbildung“ reißt den Zuschauer nie in den Sog dramatischer  Emotionen, sondern öffnet mit seiner an Harun Farockis Dokumentarfilmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute startet im Berliner fsk-Kino Dirk Lütters &#8220;Die Ausbildung&#8221;, ein Spielfilm um den subtilen Horror der schönen, neuen Arbeitswelt. Der Trailer lässt die klar-konzentrierte Bildsprache dieses Films erahnen. Unser Autor Ralf Schenk über den Film: <em>&#8220;Die Ausbildung“ reißt den Zuschauer nie in den Sog dramatischer  Emotionen, sondern öffnet mit seiner an Harun Farockis Dokumentarfilmen  geschulten, kühl-analytischen Distanziertheit die Augen für ein  Universum, in dessen Gefangenschaft man zu geraten droht, wenn man es  nicht erkennt, sich nicht zu wehren beginnt.</em></p>
<p>Wer nicht in Berlin wohnt und den Film trotzdem sehen möchte, braucht nicht zu verzweifeln; er geht auf Kinotour. Hier die bisher angekündigten Termine:</p>
<p>http://www.basisfilm.de/basis_neu/seite4.php?id=291&amp;inhalt=termine</p>
<p>Und im kommenden fd bringen wir ein Interview mit Dirk Lütter.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Titanic &#8220;3D&#8221;</title>
		<link>http://blog.film-dienst.de/2012/03/29/titanic-3d/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 07:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg Gerle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[James Cameron hat in den letzten Jahren nie mit Kritik hinter dem Berg gehalten, wenn es darum ging, „seine Errungenschaft“, nämlich das richtige 3D, von all jenen Mogelpackungen abzugrenzen, die nach „Avatar“ in die Kinos gelangten. „I maintain you can’t do a good conversion (2D to 3D) of a two-hour movie with high quality in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1316" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><a href="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/03/Titanic.jpg"><img class="size-full wp-image-1316" title="Titanic" src="http://blog.film-dienst.de/wp-content/uploads/2012/03/Titanic.jpg" alt="" width="500" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Dreharbeiten zu &quot;Titanic&quot;</p></div>
<p style="text-align: left;">James Cameron hat in den letzten Jahren nie mit Kritik hinter dem Berg gehalten, wenn es darum ging, „seine Errungenschaft“, nämlich das richtige 3D, von all jenen Mogelpackungen abzugrenzen, die nach „Avatar“ in die Kinos gelangten. „I maintain you can’t do a good conversion (2D to 3D) of a two-hour movie with high quality in a few weeks like they tried to do with ,Clash of the Titans’“, hatte er noch im November 2010 gewettert und auch gegen Tim Burtons „Alice im Wunderland“ Front gemacht, den er als unmöglichen „3D“-Film geiselte.</p>
<p style="text-align: left;">Allerdings lässt ein kluger Geschäftsmann sich immer eine Hintertür für eigene Marketingstrategien offen: „My personal philosophy is that post conversion should be used for one thing and one thing only – which is to take library titles that are favorites that are proven, and convert them into 3D – whether it’s ,Jaws‘ or ,ET‘ or ,Indiana Jones‘, ,Close Encounters‘ &#8230; or ,Titanic‘.“Gesagt, getan! Doch Cameron hat sich viel Zeit gelassen, um seine nach „Avatar“ zweiterfolgreichste Produktion um eine weitere Dimension zu ergänzen. 60 Wochen Postproduktion waren nötig, um „Titanic“ in 4K zu digitalisieren und sorgfältig in 3D zu konvertieren, was knapp 20 Millionen Dollar verschlang. Deshalb soll nun, 100 Jahre nachdem das echte Schiff in den Fluten des Atlantiks versank, das Melodram noch ein Stück „authentischer“, „realistischer“ oder „greifbarer“ in die Kinos kommen (der Film läuft ab 5.4. in ausgewählten Kinos).</p>
<p style="text-align: left;">Doch die Marketing-Versprechungen trügen! Cameron und seine Computercrew haben sich zwar selbst übertroffen und den 15 Jahre alten Film stereoskopischer aussehen lassen als „Alice im Wunderland“ oder „Kampf der Titanen“. Immer wenn es galt, räumliche Tiefe zwischen Schiffsplanken, Holzvertäfelungen und das opulente Dekor der verschwenderischen Ausstattung zu bekommen, gelingt das Unterfangen. Doch auch Camerons nachgemachtes 3D hat seine Schwächen. Es passieren Flüchtigkeitsfehler, etwa bei dreidimensionalen Handkamera-Aufnahmen der Bergungsmannschaft; schwer wiegt, dass immer dann, wenn Figuren „amerikanisch“ oder „halbnah“ ins Bild rückt sind, diese wie leicht gekrümmte Papierfiguren wirken. „<span style="color: #0000ff;"><strong>Titanic 3D</strong></span>“ ist vom „authentischen Bild“ genauso weit entfernt wie „Titanic“ in 2D; vielleicht sogar noch weiter, denn durch seine „Umformung“ im Computer ist der „Realfilm“ dem „Animationsfilm“ ein ganzes Stück näher gerückt. Das kann man als neue „Kunst“-Form mögen oder auch nicht. Fakt ist jedenfalls, dass auch ein James Cameron aus 2D nur „3D“ machen kann. Das dürfte Tim Burton beruhigen!</p>
]]></content:encoded>
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