Sie ist die Leading Lady dieser „Mostra“. Kate Winslet ist dieses Jahr mit gleich drei Projekten vertreten. Im Wettbewerb ist sie in Polanskis „Carnage“ zu sehen und balanciert zusammen mit ihren drei Mitstreitern Christoph Waltz, John C. Reilly und Jodie Foster perfekt an der Grenze zwischen Drama und Karikatur. Zudem ist sie in Soderberghs „Contagion“ (außer Konkurrenz) zu sehen, der gestern Abend Premiere feierte. Und sie spielt in Todd Haynes „Mildred Pierce“ eine Hauptrolle, einer Serie, mit deren Präsentation zu Ehren von Jury-Mitglied Haynes sich die „Mostra“ wie im Februar bereits die „Berlinale“ zum Fernsehen hin öffnet. Eine großartige Gelegenheit, um die Wandlungsfähigkeit der britischen Schauspielerin zu würdigen, die eine große Sensitivität und gefühlsbetonte Wärme mit einer starken Eigenwilligkeit zu verbinden versteht und damit unmittelbar an die großen klassischen Melodramen-Darstellerinnen anschließt (kein Wunder, dass Haynes sie in „Mildred Pierce“ besetzt hat!). In „Contagion“, einem Seuchen-Thriller, spielt sie zwar innerhalb eines großen Ensembles neben Matt Damon, Lawrence Fishburne, Gwyneth Paltrow und Marion Cotillard nur eine kleine Rolle, hinterlässt aber trotzdem als Ärztin, die mit einer unkontrollierbaren Seuche konfrontiert wird, Eindruck und trägt dazu bei, dass einen der Film trotz seiner vielleicht allzu vielen Handlungsfacetten emotional mitnimmt. (weiterlesen…)