Dass sich die Jury unter Mike Leigh entschieden hat, den “Goldenen Bären” an “Caesar deve morire” der Brüder Paolo und Vittorio Taviani zu vergeben, mag viele überrascht hatten – eine schlechte Entscheidung ist deshalb es nicht, auch wenn “Barbara” von Christian Petzold oder “L’enfant d’en haut” von Ursula Meier sicher auch würdige Anwärter gewesen wären. (weiterlesen…)
Archiv für die Kategorie „Festivals“
Der “Goldene Bär”: Überraschungssieg
Sonntag, 19. Februar 2012Die “Bären”
Sonntag, 19. Februar 2012
Die Internationale Jury unter Vorsitz von Mike Leigh hat ihr Urteil gefällt. Die “Bären” der 62. “Berlinale” gingen an:
Goldener Bär: “Cesare deve morire” von Paolo & Vittorio Taviani
Großer Preis: “Csak a szél” von Bence Fliegauf
Silberner Bär: “Barabara” von Christian Petzold
Beste Darstellerin: Rachel Mwanza in “Rebelle” von Kim Nguyen
Bester Darsteller: Mikkel Boe Folsgaard in “En Kongelig Affaere”
Künsterlische Leistung: Lutz Reitemeier für “Bai lu yuan”
Drehbuch: Nikolaj Arcel, Rasmus Heisterberg (“En Koengelig Affaere”)
Alfred-Bauer-Preis: “Tabu” von Miguel Gomez
Sonderpreis: “L’enfant d’en haut” von Ursula Meier
Preise der unabhängigen Jurys:
FIPRESCI-Preis: “Tabu” von Miguel Gomez
Caligari-Preis: “Tepenin Ardi” von Emin Alper
Preis der Ökumenischen Jury: “Cesare deve morire” von Paolo & Vittorio Taviani
B-Talk: Was bleibt?
Samstag, 18. Februar 2012Jetzt hat die “Berlinale” also doch noch ihren Eklat – einen kleinen, aber immerhin. Eine Rolle spielt dabei das Kino “Cinemaxx 7″, in dem die begehrtesten Filme für die Presse gezeigt werden, nachmittags, wenn tatsächlich alle Kollegen zugegen sind! (weiterlesen…)
Caligari-Preis für “Tepenin Ardi”
Freitag, 17. Februar 2012Das türkische Drama „Tepenin Ardi“ („Beyond the hill“) von Emin Alper ist der diesjährige Preisträger des Caligari-Preises. Der in mächtigen CinemaScope-Bildern fotografierte Film handelt von einem Besuch auf dem Land. Nurset, der Sohn des pensionierte Forstverwalters Faik, schaut bei seinem Vater vorbei, zusammen mit seinen Kindern Caner und Zafer. Doch die Stimmung ist gedrückt. (weiterlesen…)
B-Talk: Ein bisschen Liebe
Freitag, 17. Februar 2012
Als hätten es die Festival-Programmierer geahnt: Das Wetter wird sonniger und auf der Leinwand stehen die Zeichen auf Liebe. Allerdings machen die beiden Filme, die kurz vor Toresschluss mit euphorischen Gefühlen hantieren, noch lange keinen Sommer: “Cherry” von Stephen Elliott und “Love” von Niu Chen-Zer Doze, die nicht unterschiedlicher hätten ausfallen können. (weiterlesen…)
Berlinale-Wettbewerb – Freie Wildbahn
Donnerstag, 16. Februar 2012
Das friedliche Bild golden wogender Kornfelder täuscht. Wang Quan’ans „White Deer Plain“, ein dreistündiges Historienepos um das Ende des chinesischen Kaiserreichs und die wechselvolle Phase bis zur japanischen Invasion, beginnt mit Einblicken in eine feudale Lebenswelt und führt von da aus stetig abwärts. (weiterlesen…)
B-Talk: Requiem für ein Medium
Donnerstag, 16. Februar 2012
Der Film ist nicht mehr! – es lebe der Film!!
Haben wir das Ende des Films bereits verpasst? Wenn man Steven Soderbergh zuhört, scheint das so zu sein; schlimmer noch, niemand trauert ihm nach! Gemeint sind natürlich nicht die Bilder, die auf der großen Leinwand erscheinen, sondern das Trägermaterial. Denn immer weniger flackert es im Kino, immer weniger rattert der 35mm-Projektor. Vielmehr summt der Lüfter des digitalen Projektors. “Side by Side” von Chris Kenneally skizziert filmgeschichtlich-philosophisch den unaufhaltsamen Weg des Kinos ins digitale Zeitalter. (weiterlesen…)
B-Talk: Der Tod … und dann?
Mittwoch, 15. Februar 2012
Mit dem Todesurteil ist man bereits das erste Mal gestorben. Wenn man im Namen des Volkes dann in eine jener Zellen überstellt wird, die den zum Tode verurteilten Häftlingen mitunter über Jahre hinweg permanent daran erinnern, dass es jede Stunde soweit sein kann, dann stirbt man ein zweites, ein drittes Mal… Keiner hat das Recht, einen anderen Menschen zu töten – schon gar nicht im Namen irgendeiner Institution. Werner Herzog macht in “Death Row” kein Hehl daraus, dass er zu den Verfechtern einer weltweiten Ächtung der Todesstrafe gehört. (weiterlesen…)
Berlinale-Wettbewerb – Zwischenbilanz
Dienstag, 14. Februar 2012
Nach der Hälfte der „Berlinale“ 2012 lässt sich bereits klar attestieren: Von dem kollektiven Unmut, der sich im vergangenen Jahr angesichts des allzu eintönigen Wettbewerbs breit machte, ist nichts mehr zu merken – dafür sorgen Highlights wie Christian Petzolds „Barbara“, Ursula Meiers „L’Enfant d’en haut“ oder die wunderbare Tragikomödie „Jayne Mansfield’s Car“ von und mit Billy Bob Thornton. (weiterlesen…)
B-Talk: Alpen-Grauen…
Dienstag, 14. Februar 2012Was für eine Performance! Egal, welche Regularien „Shadow Dancer“ nur „außer Konkurrenz“ in den Wettbewerb gebracht haben: sie sollten angesichts der Leistung von Andrea Riseborough ausgesetzt werden. (weiterlesen…)










