Archiv für die Kategorie „Cannes“

Cannes (14): Preis der Ökumenischen Jury

Montag, 23. Mai 2011

THIS MUST BE THE PLACE von Paolo Sorrentino

Die Ökumenische Jury bei 64. Internationalen Festival du Film in Cannes vergab ihren Preis an

THIS MUST BE THE PLACE von Paolo Sorrentino

Die Jury sah darin die künstlerisch überzeugende Umsetzung des klassischen Motivs der Identitätssuche: „Paolo Sorrentinos Geschichte des vergessenen und ausgebrannten Rockstars Cheyenne lädt uns ein, der inneren Reise und Odyssee eines Mannes auf der Suche nach seinen jüdischen Wurzeln, nach Reife, Versöhnung und Hoffnung zu folgen. Der Film, ein klassisches Drama von großem Reichtum und hoch entwickelter Ästhetik, eröffnet mit leichter Hand anspruchsvolle und ernsthafte Wege des Nachdenkens.“ (weiterlesen…)

Cannes (13): Die Preise

Sonntag, 22. Mai 2011

THE TREE OF LIFE von Terrence Malick

Goldene Palme            THE TREE OF LIFE von Terrence Malick

Großer Preis (ex aequo)

BIR ZAMANLAR ANADOLU’DA von Nuri Bilge Ceylan

LE GAMIN AU VÉLO von Jean-Pierre und Luc Dardennes

Preis der Jury                    POLISSE von Maiwenn

Beste Regie                       Nicolas Winding Refn für DRIVE

Bestes Drehbuch              Joseph Cedar für HEARAT SHULAYIM

Beste Darstellerin            Kirsten Dunst in MELANCHOLIA

Bester Darsteller              Jean Dujardin in THE ARTIST

Preise Un Certain regard

Bester Film (ex aequo)

ARIRANG von Kim Ki-Duk

HALT AUF FREIER STRECKE von Andreas Dresen

Jury Spezial Preis         ELENA von Andrey Zvyagintsev

Regie-Preis                     BÈ OMID É DIDAR von Mohammad Rasoulof

Camera d’Or                   LAS ACACIAS von Pablo Giorgelli

Cannes (12): … like Showbusiness

Donnerstag, 19. Mai 2011

L'EXERCICE DE L'ETAT von Pierre Schoeller

Skandale sind gut für ein Festival, weil sie die Öffentlichkeit elektrisieren. Wenn am Ende aber primär der Rauswurf von Lars von Trier in Erinnerung bleibt, kann es um Cannes 2011 und das aktuelle Kinojahr nicht gut bestellt sein. (weiterlesen…)

Cannes (11): Trier fucked up

Donnerstag, 19. Mai 2011

Lars von Trier in Cannes

Damit hätte Lars von Trier wohl in seinen schlimmsten Albträumen nicht gerechnet: dass ihm ausgerechnet das Festival in Cannes den Stuhl vor die Tür stellt. In einer ungewöhnlichen Reaktion auf die kruden Äußerungen des Regisseurs im Anschluss an die Pressevorstellung von MELANCHOLIA erklärte das Festival von Tier zur unerwünschten Person; sein Film befindet sich jedoch weiter im Rennen um die „Goldene Palme“. (weiterlesen…)

Cannes (10): Der Albino der Familie

Mittwoch, 18. Mai 2011

LE HAVRE von Aki Kaurismäki

„Kenn‘ste den: Treffen sich zwei Motto in einem Acryl-Pulli. Sagt die eine zur anderen: Jetzt ist es aber langsam mal gut mit der Diät“ (aus Andreas Dresens HALT AUF FREIER STRECKE). Ganz so schlimm steht es um den Wettbewerb in Cannes zwar nicht. Doch inzwischen greift trotz Malick eine gewisse Ernüchterung um sich, die auch LE HAVRE von Aki Kaurismäki nicht gänzlich vertreiben konnte, der mit warmen Beifall aufgenommen wurde. Weitere Filme: HANEZU NO TSUKI von Naomi Kawase und MELANCHOLIA von Lars von Trier. (weiterlesen…)

Cannes (9): Nachträge

Montag, 16. Mai 2011

THE ARTIST

Von einem Film in Cannes muss unbedingt erzählt werden: THE ARTIST von Michel Hazanavicius, einem französischen Filmemacher, der einen „amerikanischen“ Stummfilm in Schwarz-Weiß gedreht hat und damit in der Kritikerliste von SCREEN nur knapp hinter LE GAMIN AU VÉLO der Dardennes rangiert. (weiterlesen…)

Cannes (8): Metaphysik

Montag, 16. Mai 2011

THE TREE OF LIFE von Terrence Malick

Der Wettbewerb in Cannes hat drei Gänge hoch geschaltet; passend dazu auch die Filme in Un Certain Regard.  Top-Filme des Tages: Terrence Malicks lange erwartetes Opus infinitum, THE TREE OF LIFE – und dazu passend in der Nebenreihe HORS SATAN von Bruno Dumont. Zwei auf ihre Art singuläre Filme, die weit ins Metaphysische ausgreifen – und ihren Zuschauern viel Geduld abverlangen. (weiterlesen…)

Cannes (7): “Kinder”-Filme

Sonntag, 15. Mai 2011

LE GAMIN AU VÉLO

Man kann ein durchgängiges Thema zur Mitte des diesjährigen Festivals kaum mehr übersehen:  die Beschäftigung mit Kindern und Heranwachsenden. Zwar ist derenFunktion innerhalb der Filme oft sehr unterschiedlich, und variieren die ästhetisch- erzählerischen Zugänge beträchtlich; doch kann man sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass die mannigfachen Bedrohungen der Kindheit  die Filmemacher (bzw. das Auswahlkomitee in Cannes) momentan mehr als alle andere Fragen umtreibt. (weiterlesen…)

Cannes (6): Das Leben lebt

Sonntag, 15. Mai 2011

HALT AUF FREIER STRECKE von Andreas Dresen

 „Es ist ganz einfach, ganz einfach. Das Leben lebt, es ist ein wunderschöner Sommertag“, singt Gisbert von Knyphausen am Ende von Andreas Dresens bewegendem Film über das Sterben, HALT AUF FREIER STRECKE. Wie schon in Van Sants RESTLESS geht es auch bei ihm nicht um den Tod, sondern ums Leben, obwohl die Unterschiede zwischen beiden Filmen kaum größer sein könnten. (weiterlesen…)

Cannes (5): Arirang, Arirang, Arirang

Samstag, 14. Mai 2011

Kim Ki-duk in Cannes 2011

Was ist nur mit Kim Ki-duk passiert? So richtig vermisst hatte man den koreanischen Regisseur nicht, der 2008 mit „Dream“ den letzten seiner immer esoterisch-parabelhafteren Filme präsentierte. Jetzt ist er wieder aufgetaucht, mit einem erschütternden Essayfilm über seine letzten drei Jahre. Zu sehen ist in ARIRANG ein von tiefen Depressionen gezeichneter Mann, der in einem Zelt in einer abgelegenen Provinzhütte haust, Schnee zum Trinken schmilzt und im Alkohol versinkt, sich dann aber mit der Kamera in der Hand – wie Münchhausen am Haarschopf –  aus seiner Lethargie heraus filmt. (weiterlesen…)